Archiv für das Tag 'Schulsozialarbeit'

Schreiber
21.12.2010

Gemeinsam zur Schulsozialarbeit?

Ein Drittel der Haupt- und Realschüler an der Münsterschule Zwiefalten stammt aus Pfronstetten. Nun wurde die Gemeinde angefragt, sich an der Einrichtung einer Schulsozialarbeit zu beteiligen.

Zunehmend gibt es auch an der Münsterschule Zwiefalten auffällige Schüler, die im sozialen Umgang Probleme haben und die auch leistungsmäßig immer wieder abfallen. "Den Lehrkräften fehlt die Zeit, sich um jeden Einzelnen zu kümmern. Deshalb brauchen wir eine Schulsozialarbeit, um die individuelle Betreuung sowohl in der Schule als auch außerhalb im familiären Umfeld zu vertiefen", machte Schulleiter Armin Masczyk am Mittwochabend den Pfronstetter Gemeinderäten klar.

 Angedacht ist ein Schulsozialarbeiter mit einem Stellenvolumen von 40 Prozent, der gleichzeitig die Grundschule mitbetreut. Doch das kostet den Schulträger – in diesem Fall die Gemeinde Zwiefalten – rund 15 300 Euro pro Jahr und soll deshalb aufgrund der Herkunft der Schüler mit je ein Drittel aus den Gemeinden Zwiefalten, Hayingen und Pfronstetten unter diesen aufgeteilt werden.

"Das ist recht ungewöhnlich, da die Schule ja eigentlich ausschließlich Sache des Trägers ist", gab Bürgermeister Reinhold Teufel zu Bedenken. Zumal ja auch das Vorhandensein der weiterführenden Schulen in Zwiefalten sicher ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt im regionalen Standortwettbewerb sei. Teufel hegte auch an der Notwendigkeit dieser Einrichtung gewisse Zweifel: "Brauchen wir das an dieser Schule wirklich oder geht es nur um Nice to have?", wollte er wissen und regte das Vorhandensein eines gewissen Handlungsdrucks an.

"Wir möchten diese Schulsozialarbeit, damit wir sie nicht brauchen", verdeutlichte Masczyk. Es gehe vor allem um ein Prävention, die aufgrund der Standortbesonderheit als Schulzentrum mit Grund-, Haupt-, Real- sowie Werkrealschule gegeben sei. Die Schüler kämen aus insgesamt 27 Teilorten und zeigten einen stark ausgeprägten lokalen Patriotismus, 80 Prozent von ihnen kämen mit dem Bus an die Schule, was weniger Kontakt im Freizeitbereich untereinander mit sich bringe. Im Moment sei man keine "Brennpunktschule", die bildungspolitische Maßnahmen verlange, in Planung sei aber ein Inklusionszentrum und dies bringe sicherlich ganz neue Anforderungen mit sich.

Aktuell gibt es an der Schule mehrere, unabhängig voneinander agierende Programme im sozialen Bereich, wie die "Soziale Gruppe", den Stützpunkt der Frühförderung und die Intensivkooperation mit der Lautertalschule. Nach Ansicht der Schulleitung können die aus diesen Einzelangeboten resultierenden Hilfestellungen jedoch nur durch eine übergeordnete Verzahnung und Zusammenfassung optimal ausgeschöpft werden.

Darüber hinaus gibt es an der Münsterschule immer mehr Familien mit Bedarf an Integrationsunterstützung. Aufgrund erschwerter häuslicher Situationen Den ganzen Beitrag lesen »

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